Raus aus dem Kinderwagen, rauf auf die Ringermatte

Zusammen mit vielen anderen Kindern aus der Kinderkrippe besuchen wir Lukas Fecher in seinem Sportparadies und dürfen dort mit den verschiedensten Sachen turnen. Es gibt Reifen, Kisten und Schlaufen zum rauf und rein klettern.
Am Boden liegen Gelplatten zum drüber laufen und Bälle zum kicken, rollen oder herum tragen. Wir können Material verteilen, sortieren und anordnen wie wir wollen.
Hauptsache ist, wir sind neugierig und probieren so viel wie möglich aus.

Kinder-Gärten für Kindergärten…

… und in unserem Fall: auch Krippen!

In diesem Jahr wurde unsere Kinderkrippe ausgewählt, um an der Aktion „Kindergärten für Kindergärten“ der Gärtnerei Löwer teilzunehmen. Hierfür haben wir ein großes Hochbeet, Blumenerde und viele kleine Pflänzchen bekommen, die letzte Woche mit viel Engagement eingebuddelt wurden.

Vielen Dank der Gärtnerei Löwer, für diese tolle Aktion!

Elternabend: Starke Persönlichkeiten in schwachen Momenten

Ursula Omer war im März 2018 in unserer Einrichtung, um über „starke Persönlichkeiten in schwachen Momenten“ zu sprechen. Hier ein kleines Fazit für alle, die nicht teilnehmen konnten.

Grundladen der Entwicklung:

  • Spezielle Förderung von gesunden Kindern ist nicht notwendig. Wichtiger sind kindgerechte, altersgemäße Anregungen und genug Zeit, um ausreichend Erfahrungen mit Neuem zu sammeln. 
Das, mit dem sich die Kinder jetzt beschäftigen, ist jetzt wichtig für die Entwicklung.
  • Ab dem 8. Lebensmonat entwickeln sich die Emotionen und die Kinder entdecken, dass sie mit ihren Emotionen, Emotionen bei Mama und Papa hervorrufen können. Aber erst ab dem achten Lebensjahr können Kinder sich gezielt in andere Menschen (Eltern, Geschwister, andere Kinder) hineinversetzen und Emotionen nachempfinden.

Trotz / Autonomie:

  • Ab dem 18. Lebensmonat hat das Kind ein Bild von sich selbst. Sie wollen vermehrt Dinge selbst und alleine tun und stoßen dabei auf Grenzen durch sich selbst oder andere.
  • Dies löst Wut und Zorn in den Kindern aus, da sie mit ihren Emotionen überfordert sind. Diese Wut kann sich gegen das Kind selbst oder gegen andere richten. 
Hierbei das Kind vor sich selbst oder andere schützen – das Kind ist in einem Teufelskreis gefangen und benötigt möglicherweise Hilfe, um wieder herauszufinden.
  • Lasst euch als Eltern nicht von der Wut anstecken, bleibt ruhig und klar. Versucht mit dem Kind die Situation zu verlassen. (Spielzeug aus dem Blickfeld; Raum wechseln) 
Beruhigt das Kind. Seid da, zeigt Verständnis für seine Emotionen und tröstet es. Dem Verhalten dennoch klare Grenzen setzen. Generell gilt, das Kind wird geliebt, das gezeigte Verhalten ist jedoch nicht in Ordnung. Nicht an die Vernunft appellieren.
  • Jedes Kind muss trotzen, um eigenen Willen zu entwickeln. Dies ist kein Erziehungsfehler! Also auch keine Aufgabe oder Schwierigkeiten abnehmen, nur um Trotz zu vermeiden. Kinder müssen Erfahrungen selbst sammeln dürfen.
  • Wenn Kinder trotzen, fühlen sie sich sicher in ihrem Umfeld. 
Trotz ist also als Liebesbeweis zu verstehen.
  • Königsdisziplin: 
Ist ein Konflikt vorhersehbar, gebt euren Kindern eine Aufgabe und eine kleine Wahlmöglichkeit, um es in die Situation miteinzubeziehen und ihm zu verdeutlichen, dass es wichtig ist. Beispiel: Beim Einkaufen die Wahl zwischen zwei Obstsorten geben (U3-Bereich nicht mehr als zwei) und diese zur Kasse tragen lassen.

Erziehungsberatung:

  • Miltenberg – Frau Reuter
  • Aschaffenburg – Frau Omer

Die Zusammenfassung als PDF zum Download gibt es hier.